Partnerschaftssonntag am 17. September 2017 -
in Minziro und Eiringhausen

Am Partnerschaftssonntag kommt die Verbundenheit zwischen den Glaubensgeschwistern in Missenye und Lüdenscheid-Plettenberg besonders zum Ausdruck. Jedes Jahr werden, jeweils am dritten Sonntag im September, in beiden Partnerkirchenkreisen ähnliche Partnerschaftsgottesdienste gefeiert und besonders füreinander gebetet. Die Vorschläge für Lieder und Predigttext werden dabei im Wechsel jeweils von den Superintendenten ausgesucht. Die Predigten basieren hier wie dort auf diesem vorgeschlagenen Text. Ebenso finden sich immer ein, zwei oder sogar drei Lieder, die in beiden Kirchenkreisen bekannt sind und sich nur durch die Sprache unterscheiden. Auch schreiben die Superintendenten jedes Jahr ein Grußwort an die Gemeinden des Partnerkirchenkreises, das am Partnerschaftssonntag im Gottesdienst vorgelesen wird. Hier im Kirchenkreis werden häufig verschiedene Elemente des Gottesdienstablaufs auf tansanische Art und Weise durchgeführt, z.B. Trommeln vor Beginn; Einzug aller aktiv am Gottesdienst Beteiligten in die Kirche; Bringen der Kollekte unter Gesang nach vorne; Segen am Ende des Gottesdienstes in großer Runde - drinnen oder draußen. Die Kirchen werden mit Dingen aus Tansania, z.B. mit Rindentüchern, bunten Stoffen und Trommeln geschmückt. Ehemalige Delegierte, Presbyter und andere Gemeindeglieder tragen tansanische Kleidung und gestalten den Gottesdienst mit. Die Verbundenheit zwischen den Menschen in Missenye und Lüdenscheid-Plettenberg wird so durch viele Dinge sichtbar, durch die identischen Gottesdienstelemente die Verbundenheit erlebbar, der eigene Glaube gestärkt.

In diesem Jahr fand der zentrale Partnerschaftsgottesdienst in Missenye in der Gemeinde Minziro statt. Minziro liegt am nördlichen Rand des Kirchenkreises Missenye, was zunächst für die Mitglieder des Partnerschaftskomittees und die Pfarrer eine lange Anreise bedeutete.
Nachfolgend einige Bilder vom diesjährigen Partnerschaftsgottesdienst in Minziro sowie im Paul-Gerhardt-Haus in Eiringhausen. Im Anschluss findet sich das Grußwort von Superintendent Mathias Bubelwa.

Im Gottesdienst

Im Gottesdienst in Minziro

Superintendent Mathias Buberwa predigt

Superintendent Mathias Buberwa liest das Grußwort von Superintendent Klaus Majoress

Gruß der Diözese

Grußwort eines Partnerschaftsbeauftragten der Nordwest-Diözese

Jugendchor

Musikalischer Beitrag vom Jugendchor

Grace Rugaiya

Die Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, Grace Rugaiya, stellt die Partnerschaftsbox vor.

Gemeinsames Mittagessen

Gemeinsames Mittagessen nach dem Gottesdienst

Kleiner Plausch zum Schluss

Plausch vor dem Auseinandergehen

 Paul Gerhardt Haus, Kirchengemeinde Eiringhausen

Im Paul-Gerhardt-Haus in der Kirchengemeinde Eiringhausen

Das Grußwort wird vorgelesen

Ursula Büsing liest das Grußwort von Superintendent Mathias Bubelwa (siehe weiter unten)

Abendmahl

Zum Abendmahl versammelt sich die Gemeinde um den Altar

Abschlussfoto

Dieses Foto wird mit herzlichen Grüßen nach Missenye 'gesimst'

Grußwort zum Partnerschaftssonntag am 17. September 2017

Liebe Geschwister im Partnerkirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg,

ich grüße euch sehr im Namen unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus. Ich danke Gott, der es uns ermöglicht hat, dass wir den heutigen Tag erleben und dieses 33-jährige Jubiläum der Partnerschaft in diesem besonderen Jahr des Reformationsjubiläums feiern.
Da wir heute den Partnerschaftssonntag feiern, sollten wir ganz besonders all die guten Impulse der Reformation bedenken, die durch Gottes Diener, Dr. Martin Luther, in die Wege geleitet wurden und zur Begründung der Ev. Kirche geführt haben, auf der Grundlage von Epheser 2, 8-10:

"Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen."

Die Reformation zeigt, dass die guten Werke Früchte der Erlösung Gottes sind, die von jedem Gläubigen erwartet werden können. Aber weder gute noch schlechte Taten führen zur Gerechtigkeit Gottes. Gottes Weg ist vielmehr die Schaffung der neuen Schöpfung und aus dieser leben wir.
Während ich dieses Grußwort schreibe, erinnere ich mich an die Besuchszeit bei euch im Partnerkirchenkreis, aber besonders an den 2. Juli 2017 in Lüdenscheid, als wir gemeinsam das 500-jährige Reformationsjubiläum mit dem 2. Kreiskirchentag himmelwärts gefeiert haben.

Als unsere Diözese das Treffen der Synode in Muleba vom 2.- 6. August durchführte, hat Bischof Dr. Abednego Keshomshahara offiziell den Termin zur Feier des 500-jährigen Reformationsjubiläums ausgerufen. Der Höhepunkt dieser Feierlichkeiten wird am 28. Oktober 2017 sein.
Verschiedene Projekte werden bis dahin offiziell eröffnet werden: Die neue Kirche in Kashozi, die neue Kirche in der Filialgemeinde Igayaza, das Pfarrhaus in Bugango, die neue Gemeinde Kagera Sugar und der Regenwassersammeltank in der Gemeinde Kyaka.
Und es werden die folgenden Grundsteine offiziell gelegt werden: Pfarrhaus in Minziro, Kindergarten in Kashozi und Kyaka, Einweihung des Kirchenkreiswaldes in Kashozi mit 1.500 Kiefernbäumen. Betet für uns, dass wir das alles bis dahin schaffen werden.

Ich wünsche euch Gottes Segen für den heutigen Partnerschaftssonntag. Lasst uns weiterhin füreinander und für unsere Partnerschaft beten, damit Christus uns stärkt.

Euer Bruder in Christus,

Pfarrer Mathias Bubelwa, Superintendent