Zum Geleit
von Pfarrer Christian Sindano

Zum Partnerschaftssonntag am 19.9.2004, kurz nach der Jubiläumsklausur, schickte Superintendent Christian Sindano seinen Schwestern und Brüdern in Plettenberg ein Grußwort, das uns hier zum Geleit dienen soll. Rev. Christian Sindano

Liebe Geschwister,
es ist Grund zur Freude und zum Dank, dass wir heute unsere Partnerschaft feiern können. Vor einigen Wochen haben wir das 20jährige Jubiläum unserer Partnerschaft zwischen Missenye und Plettenberg gefeiert. Wir sind gesegnet worden durch die Vorbereitungen auf beiden Seiten und wir haben uns sehr über die zwei Delegationen, die normale und die zum Jubiläum, gefreut.
Ich hoffe, die Verabredungen unseres Treffen werden nun umgesetzt, um die Partnerschaftsarbeit zu verbessern. Unsere Partnerschaftskomitees haben jetzt die Auf-gabe, an den Ergebnissen der Klausur weiterzuarbeiten.
Auf unserer Seite werden wir den Partnerschaftssonntag in der Filialgemeinde Mugambaizi in Ngando feiern. Dafür gibt es verschiedene Gründe:
1. Diese Filialgemeinde ist die Heimatgemeinde von Herrn Eustace Lutaserwa, des ehemaligen Leiters der Krankenstation.
2. Diese Filialgemeinde hat die wichtige Aufgabe, ihr Kirchengebäude zu vergrößern. Dieses Vorhaben dauert schon lange an. Mit diesem Gottesdienst möchten wir einen neuen Impuls vom Kirchenkreis aus geben.
3. In dieser Filialgemeinde leben Menschen mit verschiedenen Konfessionen und Religionszugehörigkeiten, wie etwa Muslime. Dieser Gottesdienst kann ein Zeichen des Zusammenlebens und des Zusammenwachsens sein.
Ein besonderer Gruß, den ich Euch schicke, ist der Wochenspruch aus unserem Kalender:
Gott nimmt an unserem Leben teil.
Das Wort Gottes aus Mk 9,14-27 von der Heilung des besessenen Knaben soll uns in dieser Woche begleiten. Das Kind wird nach Gottes Willen geheilt.
Das heißt, jeder Mensch ist wertvoll für Gott. Auch wir sollen wissen: Wir sind wertvolle Menschen, denn wir sind in seinem Ebenbild geschaffen. Das ist der Grund, dass Gott an unserem täglichen Leben teilnimmt. Er nimmt teil an unseren Nöten, unseren Er-folgen und auch an unserem Scheitern. Wir haben es nötig, an ihn zu glauben.
Auch kleine Zeichen des Glauben sind wichtig. Denn Gott bringt da seine Hilfe, wo Glauben ist (Mt 9,28-29, Mt 15,28, Jn 11,40). Wir sollen an Gott glauben und auf seine Verheißungen vertrauen. Er wird alles erfüllen. Wie der Vater dieses Kind zu Jesus ge-bracht und um Heilung gebeten hat, so sollen wir füreinander beten: die Kinder für die Eltern, die Eltern für die Kinder, die Freunde für die Freunde, Missenye für Plettenberg und Plettenberg für Missenye. Dadurch helfen wir einander, indem jeder die Last des anderen trägt, und so erfüllen wir das Gebot Christi.
Euer Pfarrer Christian Sindano